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[Review] SYMFONIA - In Paradisum

SYMFONIA - In Paradisum

Stil: Melodic Power Metal
Label: Edel Germany
Songanzahl: 10 Songs
Webseite: http://www.symfonia.fi/
Wertung: 10/15 
Reviewer: Steelbound | 2.3.2011




Der finnische Gitarrenheld Timo Tolkki hat bekanntermaßen in letzter Zeit immer mehr an musikalischer Qualität verloren und wird in der Power Metal-Szene mittlerweile immer öfter als STRATOVARIUS-Klon-Veranstalter gehandelt. Nun schickt sich der Herr an, mal wieder ein neues Album mit einer neuen Band zu veröffentlichen. Die Band nennt sich SYMFONIA und kann sich durchaus mit in der Szene beliebten Musiker brüsten, unter anderem André Matos und Uli Kusch. Nun ist es ja bei vielen Musikern klar, dass ein Album pro Jahr nur zu Qualitätsverlust führen kann – bei Tolkki trifft das zu, war das letztjährige „Trinity“ von REVOLUTION RENAISSANCE doch eher ein Tiefpunkt in seiner Diskographie. Nun erwartete ich nicht allzu viel von „In Paradisum“, und meine Erwartungen wurden vom vorab veröffentlichten Titeltrack, der in Mittelmäßigkeit und Langeweile nicht zu überbieten ist. 

Glücklicherweise hat sich der erste Eindruck nach mehrmaligem Hören des Albums nicht bestätigt. Der Opener „Fields of Avalon“ - und auch die nachfolgenden Songs – ist bzw. sind offensichtliche STRATOVARIUS-Kopien zu „Visions“-Zeiten, aber da „Visions“ natürlich ein klasse Album ist, kann „In Paradisum“ gar nicht so schlecht sein. So ergeben sich doch einige klasse Ohrwürmer wie „Come by the Hills“, „Santiago“ oder „Forevermore“.

Problematisch ist meiner Meinung nach die Stimme André Matos' beziehungsweise seine Art, auf dem Album zu singen. Die Songs sind offensichtlich eher auf Kotipeltos Stimme ausgelegt, was nur ein Mal mehr von Tolkkis nicht vorhandener musikalischer Variabilität zeugt. So singt Matos hier sehr hoch, was dann teils zu einer unangenehmen Kreisch-Orgie ausartet – Tobias Sammet hat das auf seinen AVANTASIA-Alben besser hinbekommen, dennoch kommt auf SYMFONIAs Debüt-Album immer noch Andrés stimmliche Klasse durch.

„In Paradisum“ ist ein leicht überdurchschnittliches Power Metal-Album, welches stark an STRATOVARIUS zu „Visions“-Zeiten angelehnt ist, aber durch mangelnde Abwechslung und Tolkkis teils langweiliges Songwriting („In Paradisum“) ein wenig leidet.

 


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